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Warnstreik bei BSR und Wasserbetrieben am 27.04.2016

Warnstreik bei BSR und Wasserbetrieben am 27.04.2016

Gemeinsame Aktion von der BSR und den Berliner Wasserbetriebe

Im Rahmen der Tarifrunde öffentlicher Dienst ruft ver.di die Beschäftigten der Berliner Stadtreinigung (BSR) sowie der Berliner Wasserbetriebe (BWB) am Mittwoch dem 27. April 2016 zum Warnstreik auf. Ab 9.00 Uhr findet auf dem Gelände der Unternehmenszentrale der BSR in der Ringbahnstraße in Berlin-Tempelhof am Rande einer Sitzung des BSR Aufsichtsrates eine Streikkundgebung statt.

Nachdem die zweite Tarifverhandlungsrunde des Öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen in Potsdam am 12. April ergebnislos zu Ende gegangen ist, finden bundesweit zahlreiche Warnstreiks im öffentlichen Dienst statt. „Das Angebot der Arbeitgeber ist eine absolute Frechheit“, so Stefan Körzell, DGB Bundesvorstandsmitglied und Hauptredner bei der Streikkundgebung, „0,6 Prozent für 2016 und 1,2 Prozent für 2017 bedeuten faktisch einen unzumutbaren Reallohnverlust für über 2 Millionen Tarifbeschäftigte im Öffentlichen Dienst.“

Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Entgelterhöhung von 6 Prozent für die Beschäftigten sowie eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro monatlich. Die Arbeitgeberseite lehnte diese Forderungen ab, obwohl in 2015 mit einem Haushaltsüberschuss von 3,2 Milliarden allein bei den Kommunen zu rechnen sei. „Wann, wenn nicht jetzt, soll die Einkommenslücke zur Gesamtwirtschaft geschlossen werden?“, fragt der Gewerkschafter weiter. Außerdem sei es den Beschäftigten nicht zumutbar, dass einseitige Eingriffe in die Zusatzversorgung erfolgen sollen, obwohl die Versorgungskassen voll seien und es folglich keinen Handlungsbedarf gebe.

Das DGB-Bundesvorstandsmitglied fordert den Berliner Finanzsenator und Aufsichtsratsvorsitzenden der BSR sowie den BWB, Dr. Matthias Kollatz-Ahnen, auf, mit dafür Sorge zu tragen, dass die Beschäftigten eine deutliche Steigerung der Tabellenentgelte erhalten. „Die sachgrundlose Befristung im öffentlichen Dienst, unter der gerade auch die Beschäftigten der Berliner Unternehmen leiden, muss endlich ein Ende haben“, so Stefan Körzell weiter. In den letzten Jahren sei der Anteil der sachgrundlosen Befristungen bundesweit um 36 Prozent auf mehr als 400.000 gestiegen. Dies ermögliche den Beschäftigten jedoch keine verlässliche Lebensplanung. Der Arbeitgeber habe aber mit der Probezeit ausreichend Zeit festzustellen, ob eine Eignung von Beschäftigten vorläge.

Abschließend kritisiert der Gewerkschafter, dass das Angebot der Arbeitgeber ein positives Signal für die Zukunft deutlich vermissen lasse. „Den Auszubildenden gerade mal 10 Euro als Entgeltsteigerung anzubieten, ist dreist“, verurteilt Stefan Körzell die öffentlichen Arbeitgeber, qualifizierter Nachwuchs lasse sich so nicht gewinnen.

Am 27. April 2016 ist in der Zeit von 8-11 Uhr mit erheblichen Verkehrsbehinderungen im Bereich der Ringbahnstraße/Tempelhofer Damm/Autobahnzufahrt Tempelhofer Damm zu rechnen.

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